SVB Himmelfahrtstour 2003

Ein immer wieder beliebter SVB-Fahrtentörn mit hoher Beteiligung stach auch in diesem Jahr wieder in See. Am 8.05.2003 trafen sich die „Kapitäne" zum Abstimmen der Reiseroute. Die in Tabellenform, mit nützlichen Info`s von möglichen Anlaufhäfen, Tiden und Abfahrzeiten gefüllte Liste lag jedem Eigner vor. Die Route zu den Nordfriesen sagte der Mehrheit zu, und so wurde Helgoland als Treffpunkt für Sonntag, den 25.Mai, festgelegt.

Teilnehmende Schiffe: Suntis, Bay-Bay, Diekerjung, Ulica, Magelan, Golden Hind, Knurrhahn, Euline, Godewind und Sunshine.

Da die Anreise zu unterschiedlichen Zeiten erfolgte, gab es auch verschiedene Windbedingungen. Von Flaute, über SW 2-4 und West 5 war alles vertreten. Auch klappernde Wellenanoden, Tauchgänge bei 12 Grad Wassertemperatur 12 sm vor Helgoland, konnte niemanden davon abhalten, den vorgegebenen Termin einzuhalten.

Montag, den 26.05. konnte sich jede Yacht mit Helgoländer „Speziallitäten" versorgen und mittags erfolgte der Start zum ersten Ziel nach Hörnum. Die 40 sm wurden zum größten Teil bei W 2-3 ersegelt. Sonne und 19°C sorgten schon jetzt für gute Laune.

Die freundlichen Hörnumer Segelfreunde stellten ihren Clubgrill und Terrasse für den nächsten sonnigen Tag zur Verfügung.

Nach ausgiebigen Mahl und Mittagsstunde, luden W 3 und Sonne satt zum 23-sm-Törn über den Kniepsand nach Wyk auf Föhr ein. Von 10 Schiffen segelten 8 unter Spi (der Regattavirus war ausgebrochen, zugegeben hat es keiner!). Eine tolle Kulisse für alle „Strandsehleute" und eine Erinnerung, die nicht wieder löschbar ist.

Von Wyk ging es nächsten Mittag unter Motor bei 22°C und Sonne nach Wittdün auf Amrum. Da nicht alle Mannschaftsmitglieder rechtzeitig an Bord waren, gab es leichte Schwierigkeiten beim ablaufendem Wasser im Zielhafen. Dieses hatte schwerwiegende Konsequenzen.

Am traditionellen Vatertag mit Matrosenfrühstück, Shanties und viel Seemansgarn wurde auch eine „Seegerichtsverhandlung" durchgeführt. Kapitän, 1.Offizier und Matrose vom verspätetem Schiff mußten sich vor dem Seegericht verteidigen. Ein Urteil, welches jedem Crewmitglied der Flotte zu gute kam, ließ alle wieder versöhnen.

Den nächsten Hafen und die Abfahrzeit am Freitag bestimmte der Tidenkalender und die Wetterlage. Eine Nachtfahrt morgens um 02:00 Uhr in das unbeleuchtete Schmaltief rief die Navigationsoffiziere auf den Plan. Alle haben es hervorragend gemeistert und als die Sonne aufging ließ der NO 3 uns unter Segel und Schiebestrom über die Norderpiep nach Büsum gleiten. Ein Funkspruch in der Nacht gab noch Anlaß zum Schmunzeln: Kanal 16 „Wartet mal auf mich. Mein Motor ist aus" Antwort: „Dann mach ihn doch wieder an!!"

N 3-4, Sonne und 22°C am nächsten Tag ließ das frühe Aufstehen schnell vergessen. Bunte Segel wurden ausgepackt und die 37 sm nach Otterndorf waren das reinste Vergnügen.

Hier wurde zum Abschluß noch einmal gegrillt und am nächsten Tag waren zusätzliche 252sm auf unseren Loggen mit 31 gesegelten und 16 Motor-Stunden, Schnitt 5,4 kn.

Diese harmonische und durch die hervorragenden Wetterbedingungen gelungene Reise sollte erst der Beginn eines „Jahrhundertsommers" mit sicherlich ähnlich schönen Segeltörns werden.

Klaus Arndt